Ein Menschenleben

Man bat mich
Sein Leben niederzuschreiben
Er trug es vor sich her
Und zwischen jedem Atemzug
Versuchte er glücklich zu sein

 

Nie sah ich sein Gesicht
Noch wohnte ich in seinem Herzen
Ich liebe schöne Hände
Und wenn das Herz springt
Spüre ich, was ich schreibe

 

Was zählen Worte
Die sich nicht decken
Es wären nur Buchstaben
Legt Steine aufs Grab
Und haltet euch

 

Ihm zum Gedenken

 

© Sabine Fenner

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Kommentare: 2
  • #1

    Jürgen M. Brandtner (Mittwoch, 27 April 2016 20:14)

    "Zwischen jedem Atemzug versuchte er glücklich zu sein"
    "Wenn das Herz springt, spüre ich, was ich schreibe"
    "Worte, die sich nicht decken {...] wären nur Buchstaben"

    Was für wundervolle, starke Aussagen in einem sehr gelungenen Gedicht!

    Vielen Dank!

  • #2

    Sabine Fenner (Mittwoch, 27 April 2016 23:03)

    Ganz lieben Dank für deinen positiven Kommentar, lieber Jürgen M. Brandtner. Ich freue mich! Sabine