Es brennt unter den Nägeln

Heute Nacht hätte ich sie aufschreiben können
Doch man sagte mir
Ich solle Schäfchen zählen
Ja, und ich hätte mich strecken müssen
Folge ich ihnen nicht gleich
Sind sie weg

 

Morgens beim Kaffee
Ging es um andere Themen
Dabei hatte ich sie mir zurechtgelegt
Aber wie es so ist
Wenn man es nicht gleich erledigt
Drängelt sich der Alltag vor
Zeigt dann seine Egozentrik
Und der Verstand erzählt dir was
Von Realität und das Wichtigste zuerst
Du schaffst, rackerst und am Ende bist du matt

 

Was soll's
Papier und Bleistift liegen jetzt bereit
Und ich bin mir sicher
Die nächste Eingebung schreibe ich auf

 

© Sabine Fenner (2012)

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Kommentare: 2
  • #1

    Angelika Fleckenstein (Montag, 31 August 2015 10:52)

    Oh, wie gut ich das kenne. Es hat mich früher richtig traurig gemacht, wach im Bett zu liegen, hellwach mit den wunderbarsten Ideen - und nicht aufstehen zu "dürfen", um alles zu Papier zu bringen. Welch Zeitvergeudung, dann Schäfchen zählen zu wollen sollen müssen... Aber jetzt ist das anders! JETZT tu ich alles gleich, wann immer es mir in den Sinn kommt :-).

  • #2

    Sabine Fenner (Montag, 31 August 2015 17:36)

    Herzlichen Dank für deinen Kommentar, liebe Angelika. Heute spreche ich Ideen, die mir in der Nacht einfallen auf mein Handy. Die Zeiten
    ändern sich... ;)
    Sende dir liebe Grüße. Sabine