RANDNOTIZ

Gestern Abend wunderte ich mich, sämtliche Nachbarn tummelten sich in gebückter Haltung in ihren Gärten. Es war den ganzen Tag sehr schwül, so dass ich es vorgezogen hatte, einige Dinge im Haus zu erledigen.
Mich plagte die Neugier. Ich ging auf die Terrasse. Ohne zu fragen, sah ich dem Treiben erst einmal zu. Mein Nachbar zur Linken goss heißes Wasser auf einige Abschnitte seines Rasens, ein anderer lief mit der Gießkasse durch die Gegend, mein Nachbar zur Linken besprühte einzelne Rasenabschnitte mit dem Inhalt einer grünen Plastikflasche. Da alle so emsig aktiv waren, betrat auch ich unseren Rasen. Oje, da sah ich das Malheur. Der gesamte Rasen war mit kleinen Erdhaufen übersät, auf denen sich hunderte von Flugameisen tummelten. Ich rannte ins Haus, holte Backpulver aus dem Schrank und bat meinen Mann, Wasser zu erhitzen. Ich lief nun ebenfalls in gebückter Haltung, um den Flugameisen Herr zu werden. Irgendwann hatte ich es geschafft, die Plage war vorüber. Die Nachbarn zu Linken und zur Rechten fluchten immer noch. 
Wenn man sich heute umschaut, dann sieht es aus, als ob jemand über Nacht gelbe Punkte auf die Rasenflächen gemalt hat. Mal sehen, was noch kommt. Das Thermometer zeigt über 30 Grad…

 

© Sabine Fenner

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