Venedig

Viel zu schnell verging die Zeit am Meer. Wir packten unsere Koffer und starteten in Richtung Venedig - unserer letzten Urlaubsetappe. Nach ca. acht Stunden Fahrzeit erreichten wir unser Hotel in einem Vorort von Venedig. Wir staunten nach unserer Ankunft über das Stimmengewirr in diesem Hotel. Es gab kaum eine Sprache, die nicht vertreten war. Den Abend ließen wir mit einem gemütlichen Essen in einer Trattoria ausklingen.
Am nächsten Morgen wurden wir, nachdem wir uns eine Tageskarte für sämtliche Wassertaxis im Hotel gekauft hatten, mit einem hoteleigenen Shuttledienst zum Anleger Ple Roma Parisi gefahren. Von dort aus fuhren wir mit einem Wassertaxi zum Markusplatz. Unterwegs hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Paläste des Canale Grande. Für uns Landratten war es beeindruckend zu sehen, was in Venedig auf dem Wasser befördert wird. Selbst einen Krankentransport übernahm ein Krankenwassertaxi. Hundefutter, Lebensmittel, Bauschutt... alles wird auf dem Wasserweg transportiert. Handwerker arbeiteten von den Booten aus an den alten Fassaden.
Auf dem Markusplatz angekommen, kam man nur mit etwas Geschiebe vorwärts. Es wimmelte von Touristen. Die einsetzende Hitze machte uns zu schaffen. Viele Bilder wurden geschossen, und natürlich waren wir fasziniert vom Markusdom mit seinen fünf Kuppeln, dem Glockenturm und dem Drogenpalast. Um der Hitze etwas auszuweichen, beschlossen wir, uns durch die engen Gassen weiter zu Fuß fortzubewegen, um auch noch einige Einkäufe zu tätigen. Ich besuchte eine Kalligraphie-Galerie und erstand dort ein wunderschönes Bild eines unbekannten Künstlers. Meine Augen konnten sich gar nicht trennen. Hätte mein Geldbeutel es zugelassen, so wären meine Taschen prall gefüllt gewesen. Pflastertreten macht müde und hungrig. Wir rasteten in einem kleinen Restaurant - tranken und aßen eine Kleinigkeit.
Wenn man in Venedig ist, gehört auch eine Gondelfahrt dazu, obwohl ich die Preise für überhöht hielt. Gemeinsam finanziert passte es dann. Der Gondoliere sang nicht mehr, aber es war sehr interessant, durch die kleinen Wasserstraßen und auf dem Canale Grande unter der Rialtobrücke hindurch zu schippern. Das Auge konnte mehr aufnehmen… auch mehr hinter die Kulissen schauen. Nach dieser Gondelfahrt bestiegen wir das nächste Wassertaxi. Man kommt immer irgendwo an... kommt von dort aus wieder weiter... und fuhren ganz entspannt über etliche Stationen zum Strand von Venedig - nach Lido Nicola. Dort legten wir noch eine Pause ein, ließen die Füße baumeln und tranken einen Kaffee. Leider mussten wir dort abbrechen, denn ein heftiges Gewitter überraschte uns, so dass wir das nächste Wassertaxi bestiegen, um wieder zu unserem Ausganspunkt zu gelangen.
Venedig ist wunderschön. Man braucht wohl Wochen, um alles in Ruhe anzuschauen. Wir konnten uns einen Überblick verschaffen, was für uns viel bedeutete. Den Tag ließen wir erneut mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Am nächsten Morgen traten wir mit Wehmut im Herzen die Heimreise nach Deutschland an.

 

© Sabine Fenner

Copyright by Sabine Fenner
Gondelfahrt in Venedig

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Christiane Rühmann (Sonntag, 12 Juli 2015 20:51)

    Liebe Bine,

    vielen Dank für die fantastischen Impressionen, die Erinnerungen in mir geweckt haben....

    Wundervoll!!!

  • #2

    Ulrike Kröll (Sonntag, 12 Juli 2015 23:02)

    Liebe Sabine,
    wunderschön beschreibst Du Deine Urlaubserlebnisse in der kurzen Zeit, in der Du in Venedig gewesen bist.
    Danke für diese schönen Eindrücke.
    LG, Ulrike

  • #3

    Sabine Fenner (Montag, 13 Juli 2015 10:24)

    Danke, liebe Chris, es ist schön, sich zu erinnern...

  • #4

    Sabine Fenner (Montag, 13 Juli 2015 10:26)

    Ich danke dir, liebe Ulrike. Es hat mir Freude bereitet!