Wanderer

Wir stehen nicht zwischen zerbombten Häusern
Unser Tisch ist gedeckt, die Glühbirnen leuchten
Es fliegen keine Splitter, die sich ins Fleisch bohren


Wir tragen keine hasserfüllten Augen

Aus der Ferne, da hat das Herz Platz
So friedvoll klingen die Verse


Weit... so weit… rollen die Ketten auf fremder Erde
In den Armen hält eine Mutter den zerfetzten Leib ihres Sohnes

Und vor der großen Mauer singen sie Shir hanoded
 
© Sabine Fenner


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Kommentare: 2
  • #1

    Angelika (Freitag, 23 Januar 2015 18:30)

    Was für süße Füßchen..., so behutsam in zwei liebevollen Händen -
    und Dein Gedicht so tief berührend.

  • #2

    sabinefenner (Samstag, 24 Januar 2015 15:25)

    Vielen Dank, liebe Angelika, ich freue mich immer, wenn ich die Menschen mit meinen Texten erreiche.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Sabine